Stufenwechsel 2008

 

Das Prinzip ist einfach: Jeder hat die Möglichkeit sich in den Rollen des Größten und des Kleinsten zu erproben und sich neu in der Gruppe einfinden können. Alte Beziehungen müssen deswegen nicht gekappt werden aber neue können so leichter entstehen. So wechselten die ältesten Wölflinge, da ihre Zeit gekommen war, am 25.2.07 zu den Jungpfadfindern und machten Platz für die Kleinen. Sie beginnen jetzt selbst als die Kleinen bei den Jungpfadfindern. Auch ein Wechsel eines Jungpfadfinders zu den Pfadfindern stand an. Zu den Rovern wechselte jetzt niemand doch von den Rovern wurden im letzten Herbst nach den Gruppenleiterkursen wieder zwei in der Leiterrunde begrüßt.

Wölflinge werden an die Jungpfadfinder abgegeben und so ging es diesmal vorsich:

Die Wölflinge verbanden ihren Altwölfen die Augen und fügen sie dann zu einer kleinen Schlange zusammen, einer die Hände auf den Schultern des Vordermannes.

Zwischen ihnen und den Jungpfadfindern wurden viele Stühle als Hindernisse aufgestellt. Die Wölflinge schicken ihre Altwölfe nun auf die Reise. Durch richtiges Zurufen „rechts, links, halt! Stopp, ein Stuck zurück“ etc. fanden die Altwölfe ihren Weg durch die Unwegsamkeit. Auf halber Strecke übernehmen die Jungpfadfinder die Lotsenaufgabe. „Hoppla! Sie kommen ihnen ja entgegen.“  Da war es mit den links- recht- Anweisungen schon etwas schwieriger. Ohne Probleme kamen die Wölflinge bei den Jungpfadfindern an.

Das hatte schon ´mal gut geklappt und nun bekamen sie auch schon ihre ersten Aufgaben von der neuen Gruppe. DieJungpfadfinder wollen ihnen deutlich machen was ihnen wichtig ist. Dazu sollen die Wölflinge zeigen was sie d´rauf haben und erfahren, was sie von der Gruppe zu erwarten haben.

 

Um die richtige Botschaft zu finden, müssten die neuen Jungpfadfinder zeigen, wie geschickt sie mit dem Blasrohr sind.

Jeder hatte die Aufgabe, mit einem durch ein Blasrohr abzuschießenden Pfeil den mittleren Ballon aus einer Reihe von gefüllten Luftballons zu treffen. Alle alten Jufis zittern, denn was die Neuen nicht wissen können, sie bestimmen damit die nächste Herausforderung der Gruppe.

Treffen sie alle den mittleren Ballon mit der Nachricht, würden sie sich heute noch bei lustigen Spielen weiter kennenlernen. Trifft auch nur einer einen Ballon mit Konfetti oder eine Wasserbombe, hieße das für alle kennenlernen beim Saalfegen oder Wischen. Jungpfadfinder lieben die Herausorderung und machen deutlich: Jeder bestimmt hier mit. Auch wenn es manchmal nicht offensichtlich erscheint.

 

Die alten Wölflinge haben die Aufgabe hervorragend gelöst. Die Botschaft „Ihr seit herzlich willkommen“ hätten sie so oder so erfahren. Das Fegen und Wischen am Ende des Tages blieb die Aufgabe für eine andere Gruppe.

 

Für Anton hieß es abschied nehmen von den Jungpfadfindern.

 

Die Jungpfadfinderinnen und Jungpfadfinder bildeten eine Gasse. Die Pfadfinderstufe schloss sich ebenfalls mit einer Gasse an die Jungpfadfinder an. Jetzt gaben sich alle die Hände überkreuz mit ihrem Gegenüber. Anton konnte sich rücklings in die Arme seiner alten Gruppe begeben und wurde so, wie über ein Fließband weitergegeben bis in die Pfadfinderstufe hinein. Die haben ihn auch sanft aufgenommen. Dieses Spiel machte deutlich, dass es auch für die Gruppe mitunter ein Kraftakt sein kann, Teilnehmer abzugeben, besonders wenn nur einer die Stufe verlässt.

 

 

Aber Anton bewies noch am selben Abend, Dass er seinen Platz in der Pfadfinderstufe findet. Seine Begrüßungsaufgabe. Bestand im wahrsten Sinne des Wortes darin seinen Platz in der Gruppe zu finden. Dazu war ein Raster auf den Boden geklebt und er bekam als Hilfsmittel einen Kompass. Aus „Ich stehe nördlich von Gesa“ und „Du stehst südwestlich vom mir“ … bastelte Anton das Gruppenbild zusammen. Keine leichte Aufgabe, wenn jeder eine eigene Positionsbestimmung zum Besten gibt. Aber es war für Anton kein Problem und sieh da, die Gruppe hatte ihm den platz in der Mitte zugedacht.

 

 

 

In diesen neuen Gruppenzusammenstellungen gehen künftig die Gruppenstunden weiter, natürlich mit dem Einander-kennen-lernen mit learning by doing, und ihren eigenen Schwerpunkten: neugierig die Welt entdecken und hinter die Dinge schauen, Abenteuer leben, Wagnisse eingehen und unterwegs sein.